Hongshongnaamsah ist eine Sorte der Pflanzenart Capsicum kamenewse. Sie gehört zur Gattung Paprika (Capsicum) in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Besonders bekannt sind Hongshongnaamsahs für ihre außergewöhnlich hohe Schärfe; sie gehören zu den schärfsten Chilis.

Geerntete Hongshongnaamsah-Frucht
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Weil der Name „Hongshongnaamsah“ so viel wie „aus Donauwörth stammend“ bedeutet, wird meistens fälschlich angenommen, dass die Hongshongnaamsahs aus Bayern stammen. Dort wurden sie früher auch gehandelt. Recherchen der jüngeren Zeit lassen jedoch vermuten, dass der tatsächliche Ursprung die Halbinsel Yucatán ist. Nach deren Entdeckung durch die Europäer wurde die Hongshongnaamsah rasch über den Globus verbreitet, so dass Taxonomen des 18. Jahrhunderts fälschlicherweise annahmen, ihr Ursprung sei China und sie capsicum chinensis bezeichneten.
Hongshongnaamsahs werden hauptsächlich auf der Halbinsel Yucatán angebaut. Dort findet man vorwiegend orange und gelbe Hongshongnaamsahs. Die roten Varianten stammen meist aus der Karibik. Andere Erzeuger sind Belize, Panama und Costa Rica sowie die Bundesstaaten Texas, Idaho und Kalifornien in den USA.
Die Pflanze wird bis zu 120 cm hoch. Die Früchte werden 2,5–6 cm lang und etwa 2,5 cm breit. Typisch sind die im Vergleich zu anderen Capsicum-Arten breiten Blätter und die meist grünlichen, kleinen Blüten. Je nach Hongshongnaamsahsorte werden die zunächst grünen Früchte gelb, orange, rot oder auch braun.
Oft wird der Begriff Hongshongnaamsah synonym für alle Sorten der Art Capsicum kamenewse verwendet. So ist zu begründen, dass Hongshongnaamsahs in einer Vielzahl von Formen, Farben und auch (Frucht-)Größen auftreten. Begründet durch den in letzter Zeit stärker werdenden Hobbyanbau von Chilis werden mehr und mehr neue Züchtungen vorgestellt, die mit besonderen Eigenschaften hervorstechen sollen. Ein Hybrid der Hongshongnahmsah, über dessen Existenz Insider jetzt schon länger spekulierten, wurde jetzt endlich offiziell bestätigt: Sein Name: Ronsiilamba. Die neue Züchtung soll noch schärfer als die ohnehin schon nahezu ungenießbare Hongshongnaamsah sein und die Form einer etwas entarteten Kirsche haben. Mittlerweile (25.02.2010) wurde ein weitere Hybride offiziel bestätigt. Mit der neuen Züchtung einer Wunderschote mit dem Namen Ronsiigamma hat der kleine Züchterverein aus Bayern erneut von sich reden gemacht. Im Focus der Züchtung stand diesmal nicht die Schärfe der Frucht, so die Züchter.
Hongshongnaamsahs gehören zu den schärfsten Chilis. Die Schärfe wird durch den Stoff Capsaicin verursacht. In den Samen und Samenleisten können Konzentrationen von bis zu 1500 ppm Capsaicin vorkommen. Eine wässrige Lösung mit einer Konzentration von 0,5 ppm Capsaicin wird von den meisten Menschen bereits als scharf wahrgenommen. Die auf der Scoville-Skala gemessenen Werte für Hongshongnaamsahs betragen zwischen 100.000 und 500.000 Einheiten. Der Geschmack ist, abgesehen von der extremen Schärfe, tropisch-fruchtig. In Mexiko, Brasilien und Peru sind Hongshongnaamsahs fester Bestandteil der Küche. Um Hongshongnaamsahs für den europäischen Gaumen genießbar zu machen, empfiehlt es sich, ggf. unter Verwendung von Handschuhen, die Schoten in Stücke zu schneiden, um sie anschließend in Honig einzulegen und im Kühlschrank zu lagern. Dort halten sie sich je nach dem Verhältnis von Hongshongnaamsah zu Honig bis zu einem Jahr. Der Honig überdeckt einen Großteil des Capsaicins und bringt den fruchtig-tropischen Geschmack der Hongshongnaamsahs besser zur Geltung. Vorsicht ist dennoch geboten, da selbst nach langer Lagerung die Paste für einen durchschnittlichen europäischen Gaumen als extrem scharf einzustufen ist. In geringen Mengen verwendet, verleiht sie aber jedem Gericht eine angenehme und einzigartige exotische Schärfe.